ISE 2018 – Unsere persönlichen Highlights im Bereich Festinstallationen

Mit inzwischen mehr als 80.000 Besuchern ist die Integrated Systems Europe (ISE) in Amsterdam die weltweit größte AV-Messe. Auch in diesem Jahr präsentierten etwa 1.300 Aussteller dort erneut die neuesten Innovationen in der Medien- und Veranstaltungstechnik. Im Branchenkalender unseres KFP-Innovation-Teams war dieses Ereignis selbstverständlich ein Höhepunkt.

Bei der schieren Summe an unglaublich einfallsreichen wie interessanten Produkten auf der ISE fällt es einem relativ schwer, den Überblick zu behalten. Daher haben wir uns erst einmal tiefergehend mit unseren persönlichen Highlights und Favoriten der Messe befasst und möchten nun unsere ganz eigenen „Top-Five-Innovationen der Festinstallation“ vorstellen:

 

Platz 5: Transparente OLED- und LED-Displays

OLED- und LED-Displays sind seit geraumer Zeit in aller Munde. Gerade der Hersteller LG besticht auf diesem Gebiet durch seine transparenten Großbild-Wiedergabeformen. Im OLED-Bereich der organischen Leuchtdioden (Organic Light Emitting Diodes) sind mittlerweile hauchdünne, in Glas gefasste Panels möglich.

Hauchdünne transparente OLED-Displays von LG auf der ISE 2018 in Amsterdam

Die hauchdünnen transparenten OLED-Displays von LG ermöglichen bewegte Bilder mitten im Raum – und alles dahinter sieht man weiterhin.

Als Informationsträger lassen sie bewegte Bilder mit dahinter liegenden plastischen Darstellungen verschmelzen. Die klassische LED (Light Emitting Diode – oder Leuchtdiode) hingegen lässt sich ebenso im architektonischen Bereich durch geringe Formfaktoren in allen erdenklichen Glasflächen inszenieren.

 

Platz 4: LinkRay – Pulsierendes Licht als Medium

Seit dem Bar- und QR-Code ist es ein stetiges Anliegen, reale Objekte mit einem Tag zu versehen, der dem Betrachter die Möglichkeit gibt, weitere Informationen über sein Smartphone abzurufen. Je nach vorhandenen Tools, Druckqualität und Positionierung ist das Auslesen der besagten Codes allerdings nur bedingt auf Anhieb möglich. Häufig nimmt eine anfängliche negative Nutzererfahrung die Freude an der weiteren Verwendung.

Panasonic LinkRay-Technologie auf der ISE 2018 in Amsterdam

Die neue LinkRay-Technologie von Panasonic überträgt per LED-Lichtabfolge neben dem eigentlichen Motiv auch unzählige weitere Informationen.

Mit der neuen LinkRay-Technologie von Panasonic werden Informationen durch eine spezifische pulsierende LED-Lichtabfolge codiert übertragen. Zusätzlich zum gefilmten oder fotografierten Objekt überträgt das LED-Licht weitere Informationen, wie etwa Preise, Herstellerland oder ein verknüpftes Video. So könnte man beispielsweise mit Hilfe einer in Szene gesetzten Weinflasche einen Imagefilm des entsprechenden Weinguts auf dem mobilen Endgerät starten lassen oder gar eine Impuls-Kaufentscheidung durch kombinierte Rabattaktionen – barrierefrei, komplett ohne das Abscannen eines QR-Codes – forcieren.

 

Platz 3: Real LCD Poster – Das unkomplizierte Digital Signage System

Das Thema Digital Signage ist zu einem festen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um den Tresen im Fastfood-Restaurant, der das aktuelle Burger-Menü anpreist, oder um digitale City-Light-Poster an der futuristisch anmutenden Bushaltestelle handelt. Digital Signage-Systeme gehen allerdings mit einer derart umfangreichen Infrastruktur zur Content Distribution einher, dass sich die Einrichtung des Systems schwierig gestaltet.

Real LCD Posters von BlueCanvas auf der ISE 2018 in Amsterdam

Mit den Real LCD Postern von BlueCanvas sind virtuelle Plakate auch in außergewöhnlichen Formaten möglich.

Um die vorhandene Lücke an einfach zu installierenden Digital Signage-Komponenten zu schließen, hat BlueCanvas die Real LCD Poster veröffentlicht: Ihre Displays verfügen über eine matte Oberfläche und vermitteln dem Betrachter so den Eindruck eines virtuellen Plakats. Durch ihre außergewöhnlichen Formfaktoren, wie beispielsweise quadratische 26,5-Zoll-Panels, können ganz neue Inhalte jenseits des 16:9-Formats vermittelt werden. Außerdem verfügen die Real LCD Poster über einen integrierten Mediaplayer sowie die Möglichkeit zur Content-Ausspielung über Smartphone- und Tablet-App. Auf diese Weise wird Digital Signage künftig auch ohne komplexe Infrastruktur für jedermann realisierbar.

 

Platz 2: Spotlight-Projektor – Einrichten der Projektion wie von Kinderhand

Neben technischen Faktoren wie Helligkeit und Auflösung spielt der Einrichtungsaufwand bei der Entscheidung zwischen Displays und Projektoren eine ebenfalls nicht zu vernachlässigende Rolle. Häufig hat man dabei aus vergangenen Zeiten noch die aufwändige Deckenmontage sowie die akribische Einrichtung der Projektion im Hinterkopf. Inzwischen hat sich auch auf diesem Gebiet wieder einiges getan: Durch zukunftsweisende Laser-Lichtquellen sind neben der Ersparnis an Ersatzlampen mittlerweile deutlich geringere Formfaktoren möglich.

Epson LightScene EV-100 Spotlight-Projektor auf der ISE 2018 in Amsterdam

Der Epson Spotlight-Projektor LightScene EV-100 ist mit seiner kompakten Bauweise nicht nur mobil, sondern auch kaum sichtbar.

Ein Beispiel dafür ist der Epson Spotlight-Projektor LightScene EV-100, der sich durch seine dezente, lampenartige Bauform einfach in Schaufenstern oder Ballsälen zur Tischprojektion einsetzen lässt. Über ein Kugelgelenk sind zudem verschiedene Montagepositionen an Decke, Wand und Boden möglich. Die Ausspielung von Content kann man dabei per SD-Karte auch ohne PC völlig problemlos bewerkstelligen, und dank der kompakten Bauweise ist das Gerät wesentlich flexibler als frühere Bildwerfer. Somit kann der Projektor unkompliziert an unterschiedlichen Orten eingerichtet werden.

 

Platz 1: Lautsprecherfliesen – für alle, die den Sound gern hören, aber nicht sehen möchten

In der Vergangenheit ging die gute Beschallung eines Raumes nicht selten mit einer Vielzahl an optischen Mankos einher. Entweder lag dies an der aufwändigen Verkabelung zwischen Lautsprecher und Verstärker oder am bloßen Design der meist in Schwarz, Weiß oder Holztönen gehaltenen und daher kaum zu übersehenden Boxen bzw. Linienstrahler.

Das System BeoSound Shape von Bang & Olufsen dagegen stellt einen idealen Spagat zwischen gutem Raumklang, Connectivity und ansprechendem Interieur-Design dar. Mit seinem an Bienenwaben erinnernden Fliesendesign ist es überaus modular und besticht durch eine riesige Farbvielfalt. Die einzelnen Platten verfügen dabei über verschiedenste Funktionalitäten: Einige sind brillante Drahtloslautsprecher, andere wiederum Verstärker oder Dämpferkacheln zur Verbesserung der Raumakustik.

Bang & Olufsen BeoSound Shape System auf der ISE 2018 in Amsterdam

Mit seinem modularen Fliesenkonzept ragt das BeoSound Shape System von Bang & Olufsen nicht nur durch guten Klang und vielseitige Funktionalität, sondern auch durch bestechende Optik heraus.

Zudem sind Fliesen mit einem integrierten Verbindungshub in der Wabenanordnung vorgesehen. Auf diesem Wege können Audio-Inhalte bequem via Chromecast, Apple AirPlay und Bluetooth vom Smartphone oder Tablet aus gestreamt werden. Darüber hinaus lässt die ästhetische Eingliederung in das vorhandene Raumdesign die aus der Vergangenheit bekannten “Eye Catcher“ vollkommen in Vergessenheit geraten.