Light+Building 2018 – Unsere persönlichen Highlights im Bereich Festinstallationen und Beleuchtung

Eigentlich richtet sich die Light+Building ja an Gebäudebewirtschaftung und damit zusammenhängende Dienstleistungen. Doch natürlich ist die alle zwei Jahre auf dem Frankfurter Messegelände stattfindende Veranstaltung auch für KFP Five Star Conference Service interessant. Denn alleine schon in den Bereichen Festinstallationen und Beleuchtung ergeben sich hier gleich mehrere Schnittstellen zur Veranstaltungstechnik.

Unsere Eventspezialisten vom KFP Innovation Team wollten sich das Großereignis selbstverständlich nicht entgehen lassen. Daher haben sie sich umgesehen, was es auf der Messe an interessanten neuen Konzepten und Produkten zu entdecken gab. Im heutigen Blogbeitrag präsentieren sie ihre persönlichen Highlights zum Thema Festinstallationen und Beleuchtung auf der Light+Building 2018.

 

Top 5: Dezentralisierte und skalierbare LAN-Verkabelung

Aufgrund der starken Verschmelzung zwischen Medientechnik und IT ist besonders die Vorhaltung des Technikraums ein immerwährendes Thema bei der Festinstallation. Nicht selten kollidieren im Bereich der Hotellerie die Platzbedürfnisse der Technik mit den vorhandenen Raumkapazitäten zur Lagerung von Stühlen, Tischen und Getränken. Der Platz für die Serverschränke muss in der Projektierung wahrlich erkämpft werden.

Im Gegensatz zur klassischen sternförmigen Netzwerkverkabelung auf Etagenebene ermöglicht PerCONNECT EcoFlex’IT von Rosenberger OSI eine dezentralisierte Verkabelung über Active Consolidation Points (ACT): Während die Anbindung bis zum Stockwerk über Glasfaser erfolgt, findet die Verteilung innerhalb der Räumlichkeiten über Kupfertrunks oder Patchkabel statt.

 

PerCONNECT EcoFlex'IT von Rosenberger OSI als Innovation im Bereich IT-Technik auf der Light+Building 2018

Durch dezentrale Verkabelung leistet PerCONNECT EcoFlex’IT von Rosenberger OSI Abhilfe bei Serverschrankchaos.

 

Der ringförmige Aufbau führt zu einer höheren Redundanz des Systems und entlastet den zentralen Platzbedarf. Die an Glasfaser angebundenen Konsolidierungspunkte (fiber to the active consolidation point) lassen sich problemlos in Doppelböden, Hohldecken oder an Wänden integrieren und raumästhetisch einpassen. Womöglich sorgt die EcoFlex’IT-Verkabelung auf diese Weise für Abhilfe bei dem einen oder anderen Serverschrankchaos.

 

Top 4: Kinetische Beleuchtung

Eine sehr dynamische Variante der Raumbeleuchtung stellen die Installationen von KINETIC LIGHTS dar. Durch die Verknüpfung von Lichtkörpern mit gesteuerten Motorelementen können verschiedenste Beleuchtungsfiguren in einen zeitlichen Ablauf gebracht werden. Besonders in Räumen mit hohen Decken, wie etwa Foyers und Empfangshallen, sorgt die Effektbeleuchtung für einen angenehmen Zeitvertreib während lästiger Wartesituationen.

 

KINETIC LIGHTS als Innovation im Bereich Beleuchtung auf der Light+Building 2018

Da sie mit Motoren ausgestattet sind, ermöglichen die dynamischen KINETIC LIGHTS ermöglicht eine Vielzahl kreativer Lichtfiguren.

 

Die Beleuchtungskörper sind mit integrierter Farbmischung in verschiedensten Formen wie Kugeln, Stäben oder Dreiecken verfügbar. Selbst die moderne OLED-Technologie findet in organisch anmutenden Bewegungen Anwendung. Die Steuerung erfolgt intuitiv über KL Control 3.0 Software. Durch das virtuelle Abbild des fest installierten Arrangements lassen sich Bewegungen und Farbmischungen synchronisiert aufnehmen und wiedergeben.

 

Top 3: Individuelle Lichtkonfiguration, die Spaß macht

Ein ganzheitlich durchdachtes Beleuchtungskonzept kann einen wahren „Wow“-Effekt beim Gast erzeugen – sei es in der Hotellobby, im Wellnessbereich oder im Restaurant. Abhängig vom gewünschten Nutzungsszenario werden mit der Beleuchtung ästhetische sowie funktionale Ziele verfolgt. Im einen Fall geht es um die gute Lesbarkeit des Meldescheins oder der unliebsamen Hotelrechnung, wohingegen im Restaurant die spektral gewichtete Beleuchtung des servierten Menüs im Vordergrund steht.

Je nach Verweilintention findet das Licht eine primäre oder sekundäre Berücksichtigung. Bei Tagungs- und Konferenzräumen wird der Beleuchtung ein Höchstmaß an Flexibilität abgefordert. Die Nutzungsszenarien variieren vom diffusen Präsentationslicht über Frühstücksambiente bis hin zur klaren Arbeitsbeleuchtung. Doch nicht nur das Endergebnis kann für einen imposanten Effekt sorgen.

 

ProLicht SNOOKER als Innovation im Bereich Beleuchtung auf der Light+Building 2018 in Frankfurt.

Mit SNOOKER von der ProLicht GmbH lassen sich ganz neue Konzepte im Bereich Beleuchtung erschaffen.

 

Die Prolicht GmbH hat sich in punkto Lichtkonzept ein interaktives Gadget zur Visualisierung einfallen lassen. In einem breiten Spektrum an Produktfamilien überzeugt besonders die Pendelleuchte SNOOKER durch ihre klare Formsprache. Die kugelförmigen und blendfreien Hängeleuchten können in 25 Farben und SHINE-Ringen bestellt werden. Je nach Bedarf ist die stufenlose Anpassung in Höhe und Position möglich.

Der Lichtplaner oder Endkunde hat über den SNOOKER-Konfigurator die Möglichkeit, sich das Design der Beleuchtung spielerisch zu veranschaulichen. Neben der Definition des zu konfigurierenden Raumvolumens lassen sich auch Kugelverläufe, Farben und Flächen anpassen. Zum Abschluss der Konfiguration kann man das gesamte System in eine Stückliste zur Bestellung exportieren.

 

Top 2: Dieses Licht ist nicht nur clever, sondern auch smart

Dass LED-Beleuchtung das „neue Licht“ darstellt, ist schon fast ein alter Hut. Denn aufgrund ihrer kleineren integrativen Formfaktoren und höheren Effizienz lassen sich die filigranen Beleuchtungskörper direkt oder indirekt in die Raumarchitektur implementieren.

Die Firma wtec ag macht sich hingegen den Betrieb der LED-Leuchten mit Schutzkleinspannung zunutze und gelangt über diesen Ansatz an erstaunliche Erkenntnisse. Durch die Vernetzung per CAT-Leitungen entfallen komplexe Bussysteme oder die Verkabelung über eine herkömmliche Strominfrastruktur.

 

wtec Smartengine als Innovation im Bereich Beleuchtung auf der Light+Building 2018 in Frankfurt.

Geräte wie die wtec Smartengine lassen unglaubliche Einsparpotenziale im Bereich der Beleuchtung von Gebäuden zu.

 

Was sich auf dem ersten Blick wie klassisches Power over Ethernet (PoE) liest, ist wesentlich vielversprechender: Via netzwerkbasierter Beleuchtungstechnologie werden LED-Leuchten über patentierte Sensoren herstellerunabhängig miteinander vernetzt. Analog zum Internet of Things (IoT) lassen sich mit Hilfe dieser Messinstrumente an jeder Leuchte Helligkeit, Temperatur und Anwesenheit erfassen sowie in Echtzeit übermitteln und auswerten.

Die Anpassung des Lichts an den Verlauf der Sonne und weitere Einstellungen kann man effizient über ein via Bildschirm oder mobilem Endgerät betriebenes Steuer- und Kontrollsystem vornehmen. Gebäude lassen sich so intelligent, resourcensparend und nachhaltig betreiben.

Es entsteht ein feinmaschiges Netz aus Sensoren, die kontinuierlich Echtzeitinformationen über Helligkeit, Temperatur und Präsenz liefern. Indem Räume und Gebäude vernetzt sind, kann man in Echtzeit ein realer Gesamtblick auf die Nutzung sowie Einspar- und Nutzungsstrategien erstellen. Die Nutzung der vorhandenen IT-Infrastruktur macht herkömmliche Stromkabel obsolet, wodurch sich der Verkabelungsaufwand erheblich unkomplizierter gestaltet.

 

Top 1: Biodynamische Beleuchtung im Alltag

Ob am Schreibtisch, im Konferenzraum, in der Cafeteria oder im Pausenraum – an all diesen Orten hat die Beleuchtung einen hohen funktionalen Wert für den Büroalltag. Das uns umgebende Licht kann allerdings wesentlich mehr: Unter dem Stichwort “Human Centric Lighting“ (HCL) geht die Beleuchtung in der Abstimmung von Klima, Farbtemperatur und Raum auf die individuellen Befindlichkeiten des Menschen ein.

Bei der Beleuchtung mit biologisch wirksamem, dynamischem Licht wird ein dem Tageslicht folgender Helligkeits- und Lichtverlauf emittiert und somit der natürliche Biorhythmus unterstützt. Wie der Begriff schon sagt, stellt HCL den Menschen ins Zentrum des Geschehens.

Eine den Nutzungsszenarien entsprechende Beleuchtung erhöht das Wohlbefinden und steigert die Leistungsfähigkeit. Dies trägt nachweislich zu mehr Kreativität, Produktivität und Motivation des Menschen bei. Besonders das Phänomen des durch Langstreckenflüge verursachten Jetlags kann man im Hotelleriebereich durch die geeignete HCL-fähige Beleuchtung abmildern.

 

Human Centric Lighting als Innovation im Bereich Beleuchtung auf der Light+Building 2018

Eine HCL-fähige Beleuchtung, wie etwa vom deutschen Hersteller Schmitz Leuchten, hat einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden von Personen.

 

Durch chronobiologisch optimiertes Licht lässt sich beispielsweise die Beleuchtung in Flugzeugkabinen oder die Lichtstimmung von Konferenzräumen an die Zeitzone des Start- oder Zielortes anpassen. So bekommt der erst kürzlich gelandete Teilnehmer einen reibungsloseren Übergang in den Tagesrhythmus.

Ganzheitlich betrachtet, kann Lichtoptimierung in Wellnesshotels die Erholung der Gäste begünstigen. Denn während rötliche, warme Farben beispielsweise entspannen, haben bläuliche Töne eher einen aktivierenden Effekt auf den zirkadianen Rhythmus des Menschen. Eine interessante Überlegung wäre in diesem Zuge, die Lichtstimmung an die geografischen Informationen des Mobiltelefons eines Gastes zu koppeln. So könnte sich die Beleuchtung automatisch auf die jeweilige Besuchergruppe einstellen.